Wie der Name schon sagt, das Überbrückungsgeld soll zur Überbrückung dienen: für die Zeit, in der arbeitslose Existenzgründer und solche, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, in die Selbstständigkeit starten.
Die Unterstützung der Agentur für Arbeit soll den Lebensunterhalt der Existenzgründer sicherstellen, solange sie noch kleiner sind oder nicht genügend Geld verdienen, um davon leben zu können. Das Überbrückungsgeld wird für ein halbes Jahr ab dem Zeitpunkt der Gründung gezahlt. Es kommt für jede selbständige gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit in Frage, unabhängig von der Branche.
Das Überbrückungsgeld existiert bereits seit 1986 und wurde bis heute von über einer Million Menschen in Anspruch genommen. Zum 1. August 2006 wird es nun mit der Ich-AG (Existenzgründerzuschuss) zu einem einheitlichen Förderungsinstrument – dem sog. Gründungszuschuss- zusammengelegt.
![[ha:rts fi:r] A photo on Flickr](http://farm4.staticflickr.com/3130/2904820587_2d7970bd3b_m.jpg)

















Unterschiede Überbrückungsgeld – Gründungszuschuss
Das bisherige Modell des Überbrückungsgeldes sah eine Förderdauer von sechs Monaten ohne Möglichkeit auf Verlängerung vor. Die Höhe der Förderung richtete sich dabei nach der Höhe des Arbeitslosengeldes, das der Gründer zuletzt bezogen hatte. Hinzu kamen die darauf entfallenden pauschalierten Sozialversicherungsbeiträge; diese wurden als prozentualer Zuschlag des Arbeitslosengeldes ermittelt und ausbezahlt. Der Zuschlag lag 2006 bei 69,5 Prozent (2005: 70,8 Prozent) des Arbeitslosengeldes I. Die Höhe des Zuschlages wurde jährlich neu festgelegt.
Wenn die selbstständige Tätigkeit aufgegeben wurde und erneut die Arbeitslosigkeit eintrat, konnte der Anspruch auf Arbeitslosengeld wieder geltend gemacht werden, wenn nach seiner Entstehung noch keine vier Jahre verstrichen waren.
Mit dem neuen Förderinstrument Gründungszuschuss wird die maximale Förderdauer auf 15 Monate erweitert. In den ersten neun Monaten bekommt der Gründer sein Arbeitslosengeld zuzüglich eines Zuschusses, der der sozialen Sicherung dienen soll, ausbezahlt. Soweit ähnelt das neue Instrument dem Überbrückungsgeld. Im Gegensatz zu diesem erhält der Gründer aber keinen prozentualen, sondern einen pauschalen Aufschlag als Zuschuss in Höhe von 300 Euro.
In der zweiten Phase der Förderung erhält der Gründer dann nur noch den pauschalen Zuschuss. Im Anschluss an die ersten neun Monate der Förderung erfolgt eine Prüfung durch die Bundesagentur für Arbeit, die über eine Fortführung der Pauschalzahlungen für weitere sechs Monate entscheidet.
Bei der neuen Regelung wird der noch verbleibende Anspruch auf Arbeitslosengeld I im Laufe der Förderung aufgebraucht. Danach besteht kein Anspruch mehr.